Raffaele F. Schacher
Samstag, 24. Oktober 2026
Apropos: Harald Schmidt
Notizen aus meinem Zettelkasten: Das Markenzeichen von Harald Schmidt war stets seine intelligente Mischung aus bissigem Spott
und Sarkasmus garniert mit einem sardonischen Lächeln. Die "Politische Korrektheit" wäre für diesen Tausendsassa, einem
Wanderer zwischen Entertainment und Theater sein "künstlerisches Todesurteil". Ein bisschen wie Woody Allen gehört auch
Harald Schmidt zum liebgewonnenen humoristischen Giftschrank bzw. Hausapotheke der Baby Boomer Generation.
Freitag, 23. Oktober 2026
Apropos: Kanada
Notizen aus meinem Zettelkasten: Kanada besitzt die Gnade der Geografie. Umgeben von drei Ozeanen und den USA als (noch)
Schutzmacht im Süden, leistet sich Ottawa den Luxus einer unterfinanzierten Armee. Diese Einsparungen fliessen direkt
in das sozialstaatliche Modell, das Kanadas Identität als "bessere Alternative" zu den USA überhaupt erst nährt.
Donnerstag, 22. Oktober 2026
Apropos: Kunstmarkt
Notizen aus meinem Zettelkasten: Der Kunstmarkt spiegelt letztlich die Exzesse des globalen Spätkapitalismus wider.
Definiert man Dekadenz als Verfall von inneren Werten zugunsten von äusserem Schein und fianzieller Masslosigkeit
dann hat der Kunstbetrieb in den letzten Jahrzehnten zweifellos solche Züge angenommen. Ein kleiner Kreis von
Milliardären und Megagalerien wie Gagosian und Hauser& Wirth diktiert was "wertvoll" ist. Zum Beispiel kostete
"Nu couché/ Liegender Akt von Amedeo Modigliani 1980 knapp 1 Million Dollar. 2015 wurde dieses Werk beim Auktionshaus
Christie's in New York für astronomische 170,4 Millionen Dollar an einen chinesischen Milliardär versteigert.
Mittwoch, 21. Oktober 2026
Apropos: Frankreich
Notizen aus meinem Zettelkasten: Der sogenannte "Macronismus" in Frankreich steht vor dem Aus. Der einstige Hoffnungsträger Emanuel Macron wird nicht
nur von Kritikern als politische Fehlbesetzung wahrgenommen. Seine aussenpolitischen Visionen erwiesen sich im Rückblick als rhetorische Höhenflüge
ohne Fundament. Innenpolitisch hinterlässt der ehemalige Investmentbanker eine tief gespaltene Nation. Ihm fehlte von Beginn an das Gespür für
die Lebenswirklichkeiten der meisten Franzosen.
Dienstag, 20. Oktober 2026
Apropos: Theater
Notizen aus meinem Zettelkasten: Im Theater war (ist) ein Engel das Synonym für einen Mäzen. Ganz besonders auf Kleinkunstbühnen machen
sie sich rar, mit viel Glück taucht ab und zu eine gute Fee auf.
Montag, 19. Oktober 2026
Apropos: SPD
Notizen aus meinem Zettelkasten: Gerhard Schröders Agenda 2010 löste das wohl folgenreichste politische Beben der Nachwendezeit aus.
Enttäuschte SPD Mitglieder und Gewerkschafter gründeten im Westen die WASG, deren Fusion mit der ostdeutschen PDS, zur
neuen Partei "Die Linke", angeführt von Ex-SPD Chef Oskar Lafontaine führte. Millionen klassischer
SPD Wähler wanderten ab. Die Quittung ist ein historischer Absturz: Holte die SPD bei den Bundestagswahlen 1998 noch 40,9 Prozent
der Stimmen, dümpelt sie in aktuellen Umfragen bei nur 13 Prozent vor sich hin. Das Rutschen unter die 10 Prozent Marke ist für
die SPD,in einem absoluten Worse-Case-Szenario ein mathematisches und politsch reales Risiko.
Samstag, 17. Oktober 2026
Apropos: PFAS
Notizen aus meinem Zettelkasten: PFAS- eine Hydra der ganz besonderen Art: absolut toxisch, biologisch nicht abbaubar und garantiert für die Ewigkeit.
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