Raffaele F. Schacher
Mittwoch, 18. März 2026
Apropos: Gratwanderung
Notizen aus meinem Zettelkasten: Klaus Mann beschreibt in seinen beiden Romanen "Mephisto" (1936) und "Der Vulkan" (1939) die Gratwanderung
zwischen Karriere und Exil, zwischen Opportunismus und Widerstand. Nicht nur Emil Jannings, sondern noch viele andere "Publikumslieblinge"
wie Hans Moser, Heinz Rühmann, Hans Albers, aber auch Werner Krauss und nicht zu vergessen Gustav Gründgens "arrangierten" sich unter
den Nationalsozialisten. Schauspielkunst auf der Bühne und im Film und Mitläufertum im Alltag.
Dienstag, 17. März 2026
Apropos: Rechtssicherheit
Notizen aus meinem Zettelkasten: Sehr viele Menschen im Zeitalter der Globalisierung und des Massentourismus reisen für ihr Leben gerne. Am liebsten
irgendwo an einem schönen sonnigen Ort. Kritische Reflexionen sind nicht gerade das Markenzeichen dieser mobilen Herdentiere. Rechtssicherheit
gilt als das intelligenteste Kriterium für die Wahl einer Reisedestination. Von den 199 Nationen auf diesem Planeten wird bis heute leider in 130 Ländern immer noch
systematisch gefoltert. In diesem Sinne frohes und unbeschwertes Reisen.
Montag, 16. März 2026
Apropos: Jürgen Habermas
Notizen aus meinem Zettelkasten: Das waren noch schöne (Studenten) Zeiten, wo "wir" Jürgen Habermas (1929-2026) Werke,
wie "Strukturwandel der Öffentlichkeit" oder "Erkenntnis und Interesse" und viele andere seiner Schriften, ohne digitale Hilfe,
sondern nur mit natürlicher Neugierde und einer ebensolchen Intelligenz, minutiös interpretierten, exzerpierten und kontrovers
diskutierten, ohne stetig auf das Smartphone zu starren. Tempi passati. Jürgen Habermas war ein grosser Denker, Aufklärer und
Humanist.
Samstag, 14. März 2026
Apropos: Ramstein
Notizen aus meinem Zettelkasten: Ramstein ist der unzerstörbare amerikanische Flugzeugträger auf deutschem Territorium.
De facto dürfen die USA dort fast alles tun. Dreh-und Angelpunkt für sehr viele relevante Militäreinsätze der Amerikaner
nicht nur in Europa,sondern weltweit.
Freitag, 13. März 2026
Apropos: Wolf
Notizen aus meinem Zettelkasten: Wir haben ein ambivalentes Verhältnis zum Wolf. Unser revidiertes Jagdgesetz ermöglicht eine sogenannte "pro-aktive Regulierung",
heisst, Abschüsse sind dann zulässig, wenn Wölfe Schäden verursacht haben oder ein plausibler künftiger Schaden droht. Unauffällige Rudel sind tabu.
Auch in der Schweiz gibt es einen Stadt-Land-Graben. Etwas süffisant formuliert: je grösser die Stadt, desto idealistischer wird der Wolf betrachtet.
Vor Ort herrscht jedoch ein unspektakulärer Pragmatismus zum Canis lupus.
Donnerstag, 12. März 2026
Apropos: CNN
Notizen aus meinem Zettelkasten: CNN oder C(Z)ensur rückt Noch Näher. Falls Oracle, der Software-Riese "CNN" übernimmt,
wird es wohl mehr als nur ein paar "kommunikative Korrekturen" geben. Der Besitzer Larry Ellison und Donald Trump
hassen beide "investigativen Journalismus" wie der Teufel das Weihwasser.
Mittwoch, 11. März 2026
Apropos: Fatale Freundschaft
Notizen aus meinem Zettelkasten: Benjamin Netanjahu ist ein Meister der Menschenkenntnis und noch mehr der Manipulation.
Für den israelischen Ministerpräsidenten ist Donald Trump mehr als nur ein Glücksfall er ist eine Offenbarung, ja ein
Gottes Geschenk. Noch nie in der Geschichte hat ein amerikanischer Präsident so blindlings
auf einen israelischen Regierungschef gesetzt. Das "politische Lebensziel" für Netanjahu, einerseits einen palästinensischen
Staat um jeden Preis zu verhindern, und den Todfeind Iran , ein für allemal militärisch zu "neutralisieren". Mit Trump
könnte dies gelingen. Der Preis ist ein geopolitisches Erdbeben mit Langzeitfolgen.
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