Mittwoch, 28. Oktober 2026
Apropos: Deutschland
Notizen aus meinem Zettelkasten: Ist die Linke zu extrem? Wer definiert und wer ist legitimiert dieses gewichtige Attribut festzulegen?
In Deutschland ist es der Verfassungsschutz. Nicht etwa ein primitiver Antisemitismus, aber eine klare und dezidierte antizionistische
Position hatte stets eine politische Heimat bei den Linken. Abseits von flotten Sprüchen gilt es folgenden Sachverhalt festzuhalten,
sowohl für die Gesamtpartei als auch für den Landesverband Berlin gilt formal keine Einstufung als extremistischr Beobachtungsfall.
Differenzierung statt Diffamierung sollte das Gebot der Stunde sein.
Dienstag, 27. Oktober 2026
Apropos: ADHS
Notizen aus meinem Zettelkasten: Wer heute als Erwachsener die Diagnose ADHS erhält, hat im Vergleich zu den 1950 er und -60er Jahre, Glück im Unglück.
Damals existierte das Phänomen für Erwachsene medizinisch schlichtweg nicht. Symptome wie Konzentrationsprobleme, innere Unruhe, Impulsivität und
Desorganisation wurden fälschlicherweise als Charakterschwäche, mangelnde Disziplin oder Neurose abgetan. Ohne das heutige Verständnis und trotz
fortbestehender Stigmen wäre die konkrete Lebensrealität für Betrofffene vor 60 oder 70 Jahre in einer von Anpassung geprägten Gesellschaft
psychisch oft verheerend gewesen.
Montag, 26. Oktober 2026
Apropos: Schweiz
Notizen aus meinem Zettelkasten: Anfangs 2026 hatten 336400 deutsche Staatsbürger ihren festen Wohnsitz in der Schweiz und nicht
etwa in Bora Bora. Was fasziniert so viele Menschen aus dem Land der Dichter und Denker an meiner Heimat?
Ist es das Jodeln, ist es das Fondue, die frische Luft, die schönen Berge, die freundlichen Beamten, oder gar unsere direkte Demokratie?
Von unserem fugenähnlich komplexen Schweizerdeutsch ganz zu schweigen. Es bleibt ein Mysterium.
Samstag, 24. Oktober 2026
Apropos: Harald Schmidt
Notizen aus meinem Zettelkasten: Das Markenzeichen von Harald Schmidt war stets seine intelligente Mischung aus bissigem Spott
und Sarkasmus garniert mit einem sardonischen Lächeln. Die "Politische Korrektheit" wäre für diesen Tausendsassa, einem
Wanderer zwischen Entertainment und Theater sein "künstlerisches Todesurteil". Ein bisschen wie Woody Allen gehört auch
Harald Schmidt zum liebgewonnenen humoristischen Giftschrank bzw. Hausapotheke der Baby Boomer Generation.
Freitag, 23. Oktober 2026
Apropos: Kanada
Notizen aus meinem Zettelkasten: Kanada besitzt die Gnade der Geografie. Umgeben von drei Ozeanen und den USA als (noch)
Schutzmacht im Süden, leistet sich Ottawa den Luxus einer unterfinanzierten Armee. Diese Einsparungen fliessen direkt
in das sozialstaatliche Modell, das Kanadas Identität als "bessere Alternative" zu den USA überhaupt erst nährt.
Donnerstag, 22. Oktober 2026
Apropos: Kunstmarkt
Notizen aus meinem Zettelkasten: Der Kunstmarkt spiegelt letztlich die Exzesse des globalen Spätkapitalismus wider.
Definiert man Dekadenz als Verfall von inneren Werten zugunsten von äusserem Schein und fianzieller Masslosigkeit
dann hat der Kunstbetrieb in den letzten Jahrzehnten zweifellos solche Züge angenommen. Ein kleiner Kreis von
Milliardären und Megagalerien wie Gagosian und Hauser& Wirth diktiert was "wertvoll" ist. Zum Beispiel kostete
"Nu couché/ Liegender Akt von Amedeo Modigliani 1980 knapp 1 Million Dollar. 2015 wurde dieses Werk beim Auktionshaus
Christie's in New York für astronomische 170,4 Millionen Dollar an einen chinesischen Milliardär versteigert.
Mittwoch, 21. Oktober 2026
Apropos: Frankreich
Notizen aus meinem Zettelkasten: Der sogenannte "Macronismus" in Frankreich steht vor dem Aus. Der einstige Hoffnungsträger Emanuel Macron wird nicht
nur von Kritikern als politische Fehlbesetzung wahrgenommen. Seine aussenpolitischen Visionen erwiesen sich im Rückblick als rhetorische Höhenflüge
ohne Fundament. Innenpolitisch hinterlässt der ehemalige Investmentbanker eine tief gespaltene Nation. Ihm fehlte von Beginn an das Gespür für
die Lebenswirklichkeiten der meisten Franzosen.
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