Montag, 22. Juni 2026

Apropos: Kompass

Notizen aus meinem Zettelkasten: Wir leben in einer unvorstellbaren Datenflut. Täglich kommen weltweit Millionen von "Informationen" im weltweiten Netz zusammen. Das Internet als Symbol einer masslosen globalen "Informationsmaschinerie". Doch der Preis ,denn wir dafür bezahlen ist hoch. Das spüren nicht zuletzt ganz besonders die Lehrpersonen, die selber ein Teil dieser digitalen Realität leben und erfahren, gleichzeitig sind sie bemüht, "substanzielle Bildungskompetenzen" an Lernende weiterzugeben. Was bleibt noch zukünftig "Bildungsweizen" und was ist Spreu? Eine grosse Verantwortung und gleichzeitig eine Gratwanderung zwischen Ideal und zum Teil auch Frustration. Was heute fehlt, obwohl sie eigentlich vorhanden wäre, ist mehr Zeit innezuhalten, sowohl bei Lehrern als auch bei Lernenden. Zeit innezuhalten, das Gelernte zu verarbeiten, zu erfahren, auch kritisch zu hinterfragen, und es dann auch zu verinnerlichen, und zu einer eigenen gelebten Erfahrung werden zu lassen. Die ist letztlich der erste und wichtigste Schritt zu einer eigenen nachhaltigen Kompetenz und der wichtigste Schlüssel für eine eigene Arbeits-und Denkmethodik. Der "Schul-Kompass" ist so gut oder so schlecht, wie das Schiff, die Lotsen und die Mannschaft.

Samstag, 20. Juni 2026

Apropos: Robert Musil

Notizen aus meinem Zettelkasten: (Mein) Ein Jahrhundert-Roman, "Der Mann ohne Eigenschaften" von Robert Musil (1880-1942). Wahrlich eine gut investierte (ca. 90 Stunden) "Lese-Lebenszeit". Unschätzbare über Jahrzehnte anhaltende Dividende der Extraklasse.

Freitag, 19. Juni 2026

Apropos: Schweiz

Notizen aus meinem Zettelkasten: Das "Schweizer Stimmvolk" hat ein gutes Gespür, besitzt einen gesunden Instinkt, extreme Positionen zu entlarven und ihnen eine Abfuhr zu erteilen. "Ein Führer" hat bei uns Eidgenossen nicht den Hauch einer Chance.

Donnerstag, 18. Juni 2026

Apropos: Jean Ziegler

Notizen aus meinem Zettelkasten: Kann man stets das Richtige tun, im falschen (kapitalistischen) System? Nein, aber man kann es immer wieder versuchen, wie Jean Ziegler (1934-2026). Jeder muss dort kämpfen für eine gerechtere Welt, wo er geboren wurde.

Mittwoch, 17. Juni 2026

Apropos: Emanuel Macron

Notizen aus meinem Zettelkasten: Die überwältigende Mehrheit der Franzosen wird Emanuel Macron keine Träne nachweinen. Viel zu elitär, viel zu abgehoben, kein Herz für die sozialen Fragen der Menschen.

Dienstag, 16. Juni 2026

Apropos: Evian

Notizen aus meinem Zettelkasten: Nomen est Omen oder Evian ist der ideale Tagungsort für das diesjährige G7-Treffen. Schon 2016 bezeichnete die Verbraucherzentrale Hamburg das Mineralwasser Evian als Mogelpackung des Jahres, inklusive Pestizid-Rückstände. Bei soviel "politisches Kreidefressen" bekommt man sehr schnell einen trockenen Hals, und ein stilles Wasser gründet in Evian besonders tief.

Montag, 15. Juni 2026

Apropos: Fussball-Weltmeisterschaft

Notizen aus meinem Zettelkasten:Wann wird das Possessivpronomen "Wir" wankelmütig, schwankt zwischen patriotisch und chauvinistisch? Bei einer Fussball-Weltmeisterschaft. Ein ganz "normaler Reflex" unserer kollektiven DNA. Wir Menschen brauchen ab und zu unsere Kampfspiele und unsere Stammesrituale. Fussball widerspiegelt die menschliche Natur. Wir agieren und wir reagieren, wir bewegen uns und wir stehen still. Wir freuen uns über einen Sieg und sind niedergeschlagen und traurig über eine Niederlage. Die Polarität zwischen gewinnen und verlieren, und die Angst vor dem Scheitern. Zumindest in der Vorrunde gibt es noch das Unentschieden, als kleine Metapher für einen paritätischen Ausgang. Fussball das wichtigste und "verrückteste" Brotspiel der Postmoderne.

Samstag, 13. Juni 2026

Apropos: Space X

Notizen aus meinem Zettelkasten: Der Space-X-Börsengang zwischen Goldrausch, Grössenwahn und Katerstimmung. Einige wenige machen richtig gross Kasse, die breite Masse hingegen schaut in den Mond und landet schon gar nicht auf dem Mars, sondern auf die eigene blutige Nase. Die Frage lautet nicht ob, sondern nur wann Space-X einen Börsencrash der Extraklasse auslöst! Ob Milliardär oder Billionär, das primitiv sozialdarwinistische Menschenbild von Elon Musk ist und bleibt Dreh-und Angelpunkt seiner Vita aktiva.

Freitag, 12. Juni 2026

Apropos: Landwirtschaft

Notizen aus meinem Zettelkasten:Wie würde die Welt, die Landwirtschaft wohl aussehen, wenn es keine Spekulation mehr gäbe auf Lebensmittel? Keine Warentermingeschäfte mehr. Leider bleibt dies nur eine Utopie. Es läuft genau in die entgegengesetzte Richtung, noch mehr Wertschröpfung statt Wertschätzung. Arten-und "Bauernsterben" nehmen weltweit zu, Mercosur lässt grüssen.

Donnerstag, 11. Juni 2026

Apropos: Kanada

Notizen aus meinem Zettelkasten: Kanada ist geografisch ein Riese (9'985 000 km2) und geopolitisch der freundliche Nachbar von nebenan.

Mittwoch, 10. Juni 2026

Apropos: Fussball

Notizen aus meinem Zettelkasten: Fussball hat mehr Anhänger als alle Weltreligionen zusammen. 5 Milliarden Menschen "lieben" das Spiel um das runde Leder. Würden Ausserirdische uns besuchen, sie hätten nur eine Frage, warum zum Teufel noch mal, ist Fussball bei diesen Erdenbewohnern so populär, und wir auf SWEEP-11b, immerhin 27700 Lichtjahre vom blauen Planeten entfernt, spielen immer noch den ganzen Tag Minigolf?

Dienstag, 9. Juni 2026

Apropos: Zwischen Arzt und Patient

Notizen aus meinem Zettelkasten: Zuhören können ist eine Kunst und im Arzt-Patienten-Verhältnis ein substanzieller Bestandteil einer gelungenen Anamnese. Das Dilemma ist und bleibt jedoch der notorische Zeitmangel, verbunden mit einem überdurchschnittlich hohen Leistungsdruck. Dies gilt nicht nur für die Ärzte sondern leider für das gesamte medizinische Personal.

Montag, 8. Juni 2026

Apropos: Musik

Notizen aus meinem Zettelkasten: Von Hugo Wolf bis Andy Borg, vom japanischen Gagaku-Stil bis zu Ramstein. Musik ist universell und die Präferenz so individuell wie ein Fingerabdruck. Und noch dies, man sollte sich niemals lustig machen über den Musikgeschmack des anderen. Für die einen sind die "Amigos" genauso so berührend wie die Winterreise von Schubert.

Samstag, 6. Juni 2026

Apropos: Deutschland

Notizen aus meinem Zettelkasten: Friedrich Merz ist ein Produkt seiner politischen und ganz besonders ökonomischen Sozialisierung. Eine wirkliche substanzielle Umverteilung von oben nach unten, und nur dies empfindet die Mehrheit der Menschen als eine "gerechte Reform", ist mit diesem Bundeskanzler etwa so wahrscheinlich, wie wenn ein Fuchs im Hühnerstall hoch und heilig versichert, er sei nun ein Vegetarier geworden. Ein kleiner Vorgeschmack, ist die sogenannte Kranken-und Pflegeversicherung "Reform" seiner Gesundheitsministerin Nina Warken.

Freitag, 5. Juni 2026

Apropos: Kategorischer Imperativ

Notizen aus meinem Zettelkasten: Der kategorische Imperativ ist und bleibt eine dauernde Pro-vo ka(nt) tion für Demagogen.

Donnerstag, 4. Juni 2026

Apropos: Fronleichnam

Notizen aus meinem Zettelkasten:Unser tägliches Brot gib uns heute. Fronleichnam wird immer am zweiten Donnerstag nach Pfingsten, 60 Tage nach Ostern gefeiert.Das "geweihte Brot", die Hostie als Symbol für die Gegenwart Christi.

Mittwoch, 3. Juni 2026

Apropos: Schule

Notizen aus meinem Zettelkasten: Die Schule als Ort der Sozialisierung, aber auch ein Seismograph und ein Spiegelbild gesellschaftlicher Phänomene. Leider machen gerade diese "a-sozialen" digitalen Medien nicht halt vor dem Schulzimmer, mit zum Teil fatalen in extremis sogar tödlichen Folgen. Die Schule sollte ein Feuerschiff in stürmischen Zeiten sein, und nicht Treibsand und Mühlstein.

Dienstag, 2. Juni 2026

Apropos: Wolfgang Kubicki

Notizen aus meinem Zettelkasten: Wolfgang Kubicki der sich gerne selbst als "Urgestein" der Liberalen bezeichnet, ist zuerst und zuletzt ein aalglatter, gewiefter und mit allen dialektischen Wassern gewaschener Strafverteidiger, vom begnadeten Selbstdarsteller ganz zu schweigen. Ein wahrer Liberaler wie Gerhard Baum hätte sich grün und blau geärgert über seinen neuen Parteivorsitzenden. Zwischen Totengräber und Phönix. Schauen wir mal ob er bis 2029 durchhält, dann sind ja bekanntlich die Bundestagswahlen.

Montag, 1. Juni 2026

Apropos: Freigeist

Notizen aus meinem Zettelkasten: Niemandes Herr und niemandes Knecht. Vielleicht liegt ja gerade dort der grundlegende Unterschied zwischen einem "organisierten Freidenker" und einem wirklich freien Geist. Der letztere braucht nicht zwingend einen Verein mit Hierachien und Statuten, sondern er bestimmt selbst seine Kadenz und setzt seine eigenen Prioritäten. Dort wo er arbeitet und lebt, wirkt auch sein Ideal der Aufklärung.